Nach wochenlangem Tauziehen hat die EU ein weiteres Sanktionspaket gegen Russland beschlossen. Unter anderem soll damit der Export russischen Öls in Drittstaaten erschwert und eine Wiederinbetriebnahme der Nord-Stream-Pipelines verhindert werden. Doch erneut drängt sich die Frage auf, welchen praktischen Nutzen diese Maßnahmen tatsächlich haben – und zu welchem Preis.
Länder wie die Slowakei warnten vor massiven wirtschaftlichen Folgen und blockierten das Paket zunächst. Erst nach weitreichenden Zugeständnissen kam die Einigung zustande. Das zeigt: Die Einheit der EU ist brüchig, die Sanktionen ideologisch aufgeladen – und riskieren mehr Schaden für Europa als für Russland. Während Moskau längst alternative Absatzmärkte nutzt, droht der EU erneut ein Bumerang-Effekt.